Es wird wär­mer - Zweite Schaustelle in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin

Der Boden ist wärmer - etliche Interessierte haben sich kürzlich über den Baufortschritt in Sankt Martin informiert. Foto: privat

Biberach - Ein Blick hinter die Kulissen, ein Gang durch die historischste Baustelle Biberachs und das gute Gefühl von Wärme - auch die zweite Baustellen-Führung in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin ist gut angekommen. So führten Architekt Siegfried Locher, Pfarrer Ulrich Heinzelmann und der Bauhütten-Vorsitzende Hans Beck die 25 Interessierten durch den ersten Bauabschnitt und gaben auch einen detaillierten Einblick in den Ablauf der zweiten Bauphase.

In diesem geht es nicht, wie man meinen könnte um das Herzstück der Kirche. "Der Altar, der Chorraum, der Hochaltar und das Chorgestühl sind besonders kostbar", so Pfarrer Heinzelmann. "Alle Beteiligten sind sehr sensibel gegenüber den kunstgeschichtlichen und liturgischen Schätzen, auf die man hier trifft", versichert er. Die Fußbodentemperierung wird nicht unter dem Hochaltar verlegt, sondern nur bis an die erste Stufe.

Dass die Temperierung, die im hinteren Kirchenteil bereits seit zweieinhalb Monaten provisorisch in Betrieb ist, nicht nur die wertvollen Fresken sowie Gemäuer schützt und die Luftfeuchtigkeit reguliert werden kann, sondern auch allen Gästen den Besuch versüßt, spürten die Teilnehmer am eigenen Leib. Bisher herrschten in den Wintermonaten Temperaturen um die null Grad. Dank der bis jetzt bearbeiteten Flächen erreicht man nun acht bis zwölf Grad.

Wenn die Baustelle von hinten nach vorne gerückt wird, geht das einher mit einem aufwendigen Abbau der Einhausung. Im gleichen Zuge wird der hintere Kirchenbereich dann wieder so hergerichtet, dass er für alle Gottesdienste und Konzerte eine schöne und angemessene Atmosphäre bietet. "Bestuhlt wird dieser Bereich mit Blick in Richtung vom Hauptaltar", erklärt Ulrich Heinzelmann. "Es wird an die 300 Sitzplätze geben. Vor der Bauwand wird ein provisorischer Altartisch und ein Ambo aufgestellt, rechts und links davon wird es eine lose Bestuhlung geben. Zudem wird ein Motiv des Hochaltars in Gestalt eines großen Fotos die Bauwand verzieren. Insgesamt wird so auch ein liturgisch passendes und unserer schönen Stadtpfarrkirche würdiges Ambiente entstehen", sind sich die Verantwortlichen von Gemeinden, Förderverein und Architekturbüros sicher.

Die nächste Führung ist für Samstag, 7. April, 10 Uhr, geplant. Architekt Rolf Gurland und Bauhütten-Vize Uli Heinkele werden dann Einblick in den zweiten Bauabschnitt gewähren können. Bis dahin vermittelt auch die Fotodokumentation auf der Trennwand samt ihrer Gucklöcher einen guten Eindruck der Bauphase.